Finanzen & Mitgliederbetreuung

Nachfolgend finden Sie die Aufgabenschwerpunkte der Abteilung Finanzen:

Mitgliederverwaltung
Wenn es um die Neubegründung einer Mitgliedschaft, den Abschluss von Sondervereinbarungen oder sonstigen Dingen rund um die Mitgliedschaft geht, finden Sie hier Ihre Ansprechpartner.

Aktivenverwaltung
Die Aktivendaten sind neben den Versorgungsbezügen Grundlage für die Berechnung der zu zahlenden Umlage und dienen gleichzeitig für die Erstellung von Versorgungsauskünften, die die Abteilung Versorgung erstellt. Neuanmeldungen sowie sämtliche Veränderungen, wie Beförderungen, Beurlaubungen, Elternzeit, Teilzeitbeschäftigungen oder Entlassungen der Versorgungsberechtigten bei den Mitgliedern werden in der Abteilung Finanzen bearbeitet und verwaltet. Welche Unterlagen wir von Ihnen benötigen können Sie unserem Informationsblatt im Bereich Vordrucke und Merkblätter entnehmen.

Finanzierung
Neben den Abrechnungen und der gesamten finanziellen Abwicklung erledigen wir die Verwaltung und Anlage der Mittel der allgemeinen Rücklage. Wenn es um Fragen über die Abwicklung der Lastschrifteinzüge geht, sind Sie hier ebenfalls richtig.

Die Finanzierung der NVK erfolgt im Rahmen der Solidargemeinschaft über Umlagezahlungen der Mitglieder. Basis für die Berechnung des Umlagehebesatzes ist auf der einen Seite das umlagepflichtige Diensteinkommen der Aktiven und der mitgliedsbezogene Versorgungsaufwand sowie auf der anderen Seite der Versorgungsaufwand aller Mitglieder (§§ 30 ff. unserer Satzung). Daneben gibt es auch die Möglichkeit der Mitgliedschaft auf Erstattungsbasis, wo wir die Dienstleistung der Versorgungsberechnung und -zahlung gegen volle Erstattung für unser Mitglied erledigen. Für wen diese Mitgliedschaft in Frage kommt, können Sie dem § 12a unserer Satzung entnehmen.

Versorgungsrücklage
Entsprechend § 14 a Bundesbesoldungsgesetz und den dazu ergangenen §§ 11 und 12 des Niedersächsischen Versorgungsrücklagengesetzes (NVersRücklG) berechnen wir seit dem Jahr 2000 für unsere Mitglieder und weitere freiwillige Teilnehmer die Zuführungen, legen die Mittel der Versorgungsrücklage an und verwalten diese als Treuhandvermögen.

Mit Schreiben vom 30.03.2006 wurde unsere allgemeine Kapitalanlagerichtlinie zur Anlage der Mittel der Versorgungsrücklage vom Nieders. Ministerium für Inneres und Sport genehmigt. Damit dürfen wir neben der bisherigen Anlage im gedeckten, festverzinslichen Bereich auch in die Anlageklassen Aktien, Immobilien und Unternehmensanleihen investieren, um dadurch einen Mehrertrag für unsere Mitglieder zu erwirtschaften. Die Genehmigung erstreckt sich auch auf die Mitglieder, die ansonsten nach § 12 NVersRücklG eine gesonderte Genehmigung ihrer Aufsichtsbehörde benötigen.

Mit dem Gesetz u.a. zur Änderung des Nieders. Versorgungsrücklagengesetzes (veröffentlicht am 05.11.2009 im Nieders. Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 24, Seite 402) hat das Land Niedersachsen für seine Versorgungsrücklage die Zuführungen ab dem Jahr 2010 eingestellt und beginnt schrittweise bis 2013 mit der Entnahme der angesparten Mittel.

Für die Rücklagen der kommunalen Körperschaften und die sonstigen der Aufsicht des Landes unterstehenden Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts entfällt ebenfalls die Verpflichtung, ab dem Jahr 2010 neue Mittel zuzuführen. Eine Entnahme wird für den Zweck der Finanzierung von Versorgungsaufwendungen ab dem Jahr 2009 zugelassen, bedarf jedoch einer entsprechenden haushaltsrechtlichen Grundlage durch einen Haushalts- bzw. Nachtragshaushaltsplan. Auf freiwilliger Basis können weiterhin Zuführungen vorgenommen und das Vermögen entsprechend der ursprünglichen Regelung bis zum Jahr 2017 angespart und dann schrittweise zur Finanzierung der zukünftigen Versorgungslasten eingesetzt werden.

Auf der Mitgliederversammlung am 11.03.2010 wurde ein Entnahmeplan für die Jahre 2010 bis 2017 beschlossen, der Großteil der teilnehmenden Verwaltungen führt allerdings die Versorgungsrücklage freiwillig weiter, größtenteils auch mit neuen Zuführungen.

Pensionsrückstellungen
Für unsere Mitglieder berechnen wir die Werte der Pensions- und Beihilferückstellungen, die im Rahmen der kommunalen Doppik in der Bilanz auszuweisen sind und aktualisieren diese jeweils zu Beginn eines neuen Jahres. Damit können unsere Mitglieder die Zuführungen und Auflösungen berechen, buchen und entsprechend in der Bilanz darstellen.

Zur Verfahrensweise der Berechnung finden Sie im Bereich Vordrucke und Merkblätter ein Informationsblatt. Alle rechtlichen Fragen zu Pensions- und Beihilferückstellungen werden vom Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport (MI) in Zusammenarbeit mit der AG „Umsetzung Doppik“ geklärt. Dazu finden Sie zahlreiche Veröffentlichungen auf der Homepage des MI. Dort finden Sie für die Buchung der Pensionsrückstellungen, Umlagezahlungen, Versorgungsrücklage und Verwaltungskosten bei der Mitgliedschaft in einer Versorgungskasse einen Leitfaden, der von der „AG Umsetzung Doppik“ erstellt wurde.

Das MI hat in Abstimmung mit der AG „Umsetzung Doppik“ entschieden, dass der Hebesatz zur Berechnung der Beihilferückstellungen beginnend in 2007 mit einem dreijährigen Durchschnitt gebildet wird. Veränderungen des Hebesatzes werden nur bei nennenswerten Abweichungen vorgenommen. Dazu teilen wir dem MI jährlich den ermittelten Satz mit.

Alle Mitglieder, die in der Zukunft auf die Doppik umstellen, erhalten ca. ein halbes Jahr vor Umstellung von uns Vorabberechnungen, damit diese bei den Planungen berücksichtigt werden können. Die individuellen Umstellungstermine hatten wir 2006 bei allen Mitgliedern abgefragt, so dass Sie die Unterlagen von uns automatisch bekommen.

Die endgültigen Zahlen per 31.12. des Vorjahres verschicken wir zu Beginn des Folgejahres. Dies betrifft auch die jährlichen Aktualisierungen für diejenigen, die bereits umgestellt haben.

Das veröffentlichte Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) führt zu allerlei Änderungen im Handelsrecht, auch bei der Bildung von Pensionsrückstellungen nach handelsrechtlichen Vorschriften. Für die Bildung der Pensionsrückstellungen im Rahmen der Doppik gelten jedoch ausschließlich die Vorschriften der Gemeindehaushalts- und -kassenverordnung (GemHKVO). Nach Rücksprache mit dem MI wird von dort die weitere Entwicklung in Abstimmung mit den anderen Bundesländern beobachtet. Derzeit ist eine Änderung oder Anpassung der GemHKVO nicht geplant.