Finanzen & Mitgliederbetreuung

Nachfolgend finden Sie die Aufgabenschwerpunkte der Abteilung Finanzen:

Mitgliederverwaltung
Wenn es um die Neubegründung einer Mitgliedschaft, den Abschluss von Sondervereinbarungen oder sonstigen Dingen rund um die Mitgliedschaft geht, finden Sie hier Ihre Ansprechpartner.

Aktivenverwaltung
Die Aktivendaten sind neben den Versorgungsbezügen Grundlage für die Berechnung der zu zahlenden Umlage und dienen gleichzeitig für die Erstellung von Versorgungsauskünften, die die Abteilung Versorgung erstellt. Neuanmeldungen sowie sämtliche Veränderungen, wie Beförderungen, Beurlaubungen, Elternzeit, Teilzeitbeschäftigungen oder Entlassungen der Versorgungsberechtigten bei den Mitgliedern werden in der Abteilung Finanzen bearbeitet und verwaltet. Welche Unterlagen wir von Ihnen benötigen können Sie unserem Informationsblatt im Bereich Vordrucke und Merkblätter entnehmen.

Finanzierung
Neben den Abrechnungen und der gesamten finanziellen Abwicklung erledigen wir die Verwaltung und Anlage der Mittel der allgemeinen Rücklage. Wenn es um Fragen über die Abwicklung der Lastschrifteinzüge geht, sind Sie hier ebenfalls richtig.

Die Finanzierung der NVK erfolgt im Rahmen der Solidargemeinschaft über Umlagezahlungen der Mitglieder. Basis für die Berechnung des Umlagehebesatzes ist auf der einen Seite das umlagepflichtige Diensteinkommen der Aktiven und der mitgliedsbezogene Versorgungsaufwand sowie auf der anderen Seite der Versorgungsaufwand aller Mitglieder (§§ 30 ff. unserer Satzung). Daneben gibt es auch die Möglichkeit der Mitgliedschaft auf Erstattungsbasis, wo wir die Dienstleistung der Versorgungsberechnung und -zahlung gegen volle Erstattung für unser Mitglied erledigen. Für wen diese Mitgliedschaft in Frage kommt, können Sie dem § 12a unserer Satzung entnehmen.

Versorgungsrücklage
Entsprechend § 14 a Bundesbesoldungsgesetz und den dazu ergangenen §§ 11 und 12 des Niedersächsischen Versorgungsrücklagengesetzes (NVersRücklG) berechnet die NVK seit dem Jahr 2000 für ihre Mitglieder die Zuführungen zur Versorgungsrücklage und verwaltet diese Mittel als Treuhandvermögen.

Mit Gesetz vom 28.10.2009 (Nds. GVBl. 2009, S.402) wurde das NVersRücklG dahingehend geändert, dass eine Verpflichtung zum weiteren Aufbau der Versorgungsrücklage ab dem Jahr 2010 entfällt. Das Land Niedersachsen hat weitere Zuführungen für seine Versorgungsrücklage seitdem eingestellt.

Auch für die kommunalen Körperschaften und die sonstigen, der Aufsicht des Landes unterstehenden Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts ist die Verpflichtung der Mittelzuführung seit 2010 entfallen.

Auf freiwilliger Basis können aber weiterhin Zuführungen vorgenommen werden. Der überwiegende Teil der NVK-Mitglieder lässt sein Treuhandvermögen auch weiterhin von der NVK verwalten bzw. spart dieses weiter an – teilweise über die ursprünglich vorgesehenen Mindestsätze hinaus. Gemäß dem von der Mitgliederversammlung am 22.11.2017 beschlossenen Entnahmeplan kann das Vermögen bis Ende 2027 weiter angespart werden. Über einen Zeitraum von 15 Jahren wird das Treuhandvermögen ab 2028 dann schrittweise zur Finanzierung der Versorgungslasten eingesetzt


Pensionsrückstellungen
Für unsere Mitglieder berechnen wir die Werte der Pensions- und Beihilferückstellungen, die im Rahmen der kommunalen Doppik in der Bilanz auszuweisen sind und aktualisieren diese jeweils zu Beginn eines neuen Jahres. Damit können unsere Mitglieder die Zuführungen und Auflösungen berechen, buchen und entsprechend in der Bilanz darstellen.

Zur Verfahrensweise der Berechnung finden Sie im Bereich Vordrucke und Merkblätter ein Informationsblatt. Alle rechtlichen Fragen zu Pensions- und Beihilferückstellungen werden vom Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport (MI) in Zusammenarbeit mit der AG „Umsetzung Doppik“ geklärt. Dazu finden Sie zahlreiche Veröffentlichungen auf der Homepage des MI. Dort finden Sie für die Buchung der Pensionsrückstellungen, Umlagezahlungen, Versorgungsrücklage und Verwaltungskosten bei der Mitgliedschaft in einer Versorgungskasse einen Leitfaden, der von der „AG Umsetzung Doppik“ erstellt wurde.

Das MI hat in Abstimmung mit der AG „Umsetzung Doppik“ entschieden, dass der Hebesatz zur Berechnung der Beihilferückstellungen beginnend in 2007 mit einem dreijährigen Durchschnitt gebildet wird. Veränderungen des Hebesatzes werden nur bei nennenswerten Abweichungen vorgenommen. Dazu teilen wir dem MI jährlich den ermittelten Satz mit.

Alle Mitglieder, die in der Zukunft auf die Doppik umstellen, erhalten ca. ein halbes Jahr vor Umstellung von uns Vorabberechnungen, damit diese bei den Planungen berücksichtigt werden können. Die individuellen Umstellungstermine hatten wir 2006 bei allen Mitgliedern abgefragt, so dass Sie die Unterlagen von uns automatisch bekommen.

Die endgültigen Zahlen per 31.12. des Vorjahres verschicken wir zu Beginn des Folgejahres. Dies betrifft auch die jährlichen Aktualisierungen für diejenigen, die bereits umgestellt haben.

Das veröffentlichte Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) führt zu allerlei Änderungen im Handelsrecht, auch bei der Bildung von Pensionsrückstellungen nach handelsrechtlichen Vorschriften. Für die Bildung der Pensionsrückstellungen im Rahmen der Doppik gelten jedoch ausschließlich die Vorschriften der Gemeindehaushalts- und -kassenverordnung (GemHKVO). Nach Rücksprache mit dem MI wird von dort die weitere Entwicklung in Abstimmung mit den anderen Bundesländern beobachtet. Derzeit ist eine Änderung oder Anpassung der GemHKVO nicht geplant.